Tehran, Iran --- Burning the US and Israeli flags. --- Image by © Kami/arabianEye/CorbisTehran, Iran --- Burning the US and Israeli flags. --- Image by © Kami/arabianEye/Corbis

Iran: Explosion in der Atomanlage Fordo

In der iranischen Atomanlage Fordo kommt es zu einer gewaltigen Explosion.War es ein Unfall oder ein gezielter Mossad-Anschlag? Bereits im August explodierte in Fordo eine Bombe.

Die Führung in Teheran verneint und winkt ab. In ihren Augen ist alles nur „westliche Propaganda“, was auf der amerikanischen Webseite  World Net Daily (WND) zu lesen ist.

„An explosion deep within Iran’s Fordow nuclear facility destroyed much of the installation, trapping scores of people, including scientists and workers, many of whom are foreign nationals. According to a member of the security forces at the site, both elevators and the emergency exit had collapsed, and the regime fears loss of lives due to possible radiation after the explosion.“

Wie es genau zu dieser Explosion kam, ist noch unklar. Sie ereignete sich am letzten Montag, am 21. Jänner. Das hat Reza Kahlili bestätigt. Sein richtiger Name ist uns nicht bekannt. „Reza Kahlili“ ist das Pseudonym für ein ehemaliges Mitglied der iranischen Revolutionsgarde, er arbeitete in den achtziger und neunziger Jahren für den CIA. Kahlili wiederum beruft sich auf den iranischen Geheimdienstmitarbeiter Hamid Reza Zakeri. Laut seinen Angaben sind zwischen 190 und 240 Arbeiter in der unterirdischen Atomanlage Fordo eingeschlossen. Sowohl beide Fahrstühle als auch der Notausgang, der über Metalltreppen ins Freie führt, sind unerreichbar oder unbenützbar. Bis zum heutigen Tag konnten die iranischen Rettungsmannschaften nicht zu den Eingeschlossenen vordringen.

Verschiedenste Nachrichtendienste sind sich einig, dass die iranischen Atomanlagen teilweise bis zu 90 Meter unter Felsgestein oder unter meterdicken Betondecken verborgen liegen. Selbst wenn Bomben des Typs Massive Ordnance Penetrator* eingesetzt werden, ist nicht sicher, ob die unterirdischen Atomanlagen auch tatsächlich zerstört werden. Die Atomanlage Fordo grenzt zudem an ein gewaltiges Gebirgsmassiv nahe der heiligen Stadt Ghom, 130 Kilometer südlich von Teheran. In Fordo wird Uran mit derzeit 696 Zentrifugen auf 20 Prozent angereichert. Zusätzliche 1444 Zentrifugen soll(t)en in den kommenden Monaten in Betrieb genommen werden.

Die Explosion in Foldo hat alle Häuser in einem Umkreis von fünf Kilometern zerstört. Gleichzeitig muss auch das iranische Atomprogramm einen schweren Rückschlag hinnehmen. Israel hatte schon oft davor gewarnt, „das iranische Atomprogramm in die Steinzeit zurückzubomben.“ Offiziell werden alle westlichen Medienberichte von der Führung in Teheran dementiert. Gestern erklärten alle staatlichen iranischen Medien noch einhellig, „dass in Foldo keine Explosion stattgefunden hat.“ Die offizielle Line wird in diesem Fall von Irans Shamsoldin Berberoodi vorgegeben, dem stellvertretenden Direktor der Iranischen Atom Energie Behörde. Doch hinter geschlossenen Türen spricht die Führung in Teheran offen über einen „beispiellosen Sabotageakt“, ist sich Reza Kahlili, der ehemalige CIA-Agent, sicher. Israels größte Tageszeitung, Yediot Ahronot, titelte gestern: „Der wichtigste Sabotageakt gegen das iranische Atomprogramm und Israels noch amtierender Heimatschutzminister Avi Dichter erklärte: „Jede Explosion, die keine Menschen verletzt, sondern nur die iranischen Anlagen zerstört, ist willkommen.“

Bereits am 17. August 2012 kam es in Fordo zu einer Bombenexplosion. Die Stromzufuhr zu den Zentrifugen wurde schlagartig unterbrochen. Mark Fitzgerald,  Director for Non-Proliferation and Disarmament Programme of IISS  (International Institute of Strategic Studies), erklärte damals gegenüber dem British Telegraph:

„If these machines lost their power supply, they would be severely damaged;  if there was no power source to keep them spinning, and if they stopped, as they slowed down they would crash.“

Mark Fitzpatrick war sich schon vor einem halben Jahr sicher, dass die Atomanlage in Natans oder jene in Fordo das primäre Ziel für künftige Sabotageakte sein werden.

Reza Kahlili

*Massive Ordnance Penetrator (deutsch: schwerer Bomben-Eindringkörper)

The International Institute for Strategic Studies“ (IISS)

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