03 Jan 2008, Manhattan, New York City, New York State, USA --- New York, United States. 3rd January 2008 -- File image: The Federal Reserve Bank of New York building on Liberty Street in Lower Manhattan in New York. -- The Federal Reserve Bank is reported to be contemplating the first interest rate hike in nine years when they meet in December. File images 2008-2010. --- Image by © Richard Levine/Demotix/Corbis03 Jan 2008, Manhattan, New York City, New York State, USA --- New York, United States. 3rd January 2008 -- File image: The Federal Reserve Bank of New York building on Liberty Street in Lower Manhattan in New York. -- The Federal Reserve Bank is reported to be contemplating the first interest rate hike in nine years when they meet in December. File images 2008-2010. --- Image by © Richard Levine/Demotix/Corbis

Hinter den sichersten Mauern der Welt

Als das World Trade Center zusammenbrach, haben die Sicherheitbeamten im Tresor der Federal Reserve Bank nichts gehört. Ein Blick hinter die sichersten Mauern der Welt.

„33 Liberty Street, NY 10045, New York, United States”. So lautet die Adresse der “Federal Reserve Bank of New York”. Sechsundzwanzig Meter unter dem Meeresspiegel befindet sich der weltberühmte Tresor. In der untersten Etage des dreistöckigen unterirdischen Bunkers, abgeschottet von der Außenwelt: Als zwei Häuserblocks weiter, das World Trade Center in sich zusammenbrach, haben die Sicherheitsbeamten vor dem Tresor überhaupt nichts bemerkt. Der Tresorbunker gilt als das Meisterstück amerikanischer Sicherheitsvorkehrungen.

Er besitzt keine Eingangstür, sondern einen drei Meter langen Durchgang, der aus einem 140 Tonnen schweren Rahmen aus Stahlbeton herausgeschnitten wurde. Dieser Durchgang wird von einem 90-Tonnen-Stahlzylinder, der sich von oben herabsenken lässt, zur Gänze ausgefüllt. Waagrechte Stahlbalken verankern dann noch den Zylinder mit dem Stahlrahmen. So wird der Durchgang luft- und wasserdicht verschlossen. Der Zylinder lässt sich erst dann wieder bewegen, wenn alle Zahlen- und Sicherheitskombinationen, von den verschiedenen Sicherheitsbeamten im richtigen Zeitabstand korrekt eingegeben wurden. Und selbst dann muss man noch 24 Stunden bzw. bis zum nächsten Arbeitstag warten, bis der Stahlzylinder den Durchgang erneut freigibt.

Die Goldbarren sind teilweise in Ziegelregalen geschlichtet oder übereinandergestapelt. Geschätzte 7000 bis 8000 Tonnen Barrengold aus 60 verschiedenen Ländern, Zentralbanken und von verschiedenen Organisationen werden in der Federal Reserve Bank gelagert. Das Gewicht des dreistöckigen Bunkertresors mitsamt seinen Goldtonnen und dem Fundament ruht auf dem Felsen von Manhattan. Er kann bis zu 5,6 Tonnen pro Quadratzentimeter tragen, unzähligen Wolkenkratzern dient er als verlässlicher Untergrund.

Angeblich lässt sich die Zahl derjenigen, die wissen welches Land wie viel Gold in der Federal Reserve Bank eingelagert hat, an einer Hand abzählen. Die Lagerung des Edelmetalls ist gratis. Wer sein Gold beheben möchte, muss allerdings pro Barren 1,75 US-Dollar bezahlen. Der Gesamtwert der Goldbarren beträgt rund 500 Milliarden Dollar. Nur rund sechs Prozent des Goldes gehören den Vereinigten Staaten. Sie haben ihre Goldreserven in insgesamt 500 Eisenbahnwaggons in den US-Bundesstaat Kentucky, nach Fort Knox gebracht. Durch die Presidential Executive Order 6102 aus dem Jahr 1933 wurde der private Besitz von Goldmünzen und Goldbarren verboten. Das Gold musste gegen eine Entschädigung in US-Dollar an das Finanzministerium abgeführt werden. Erst 1973 endete diese Regelung. In Fort Knox lagern derzeit 147,3 Millionen Feinunzen, das sind ungefähr 4580 Tonnen Gold. Aber auch eine Abschrift der Magna Carta und die amerikanische Verfassung von 1941 bis 1944 werden hier aufbewahrt.

Ganz sind die Gerüchte nie verstummt, dass während des Krieges sogar die britischen Kronjuwelen in Fort Knox verwahrt wurden. Sicher ist, dass ein ungarischer Soldat einem Amerikaner nach Kriegsende eine einfache Holzkiste übergab. Darin befanden sich die ungarischen Kronjuwelen, die schließlich nach Fort Knox gebracht wurden, weil befürchtet wurde, die Sowjetunion könnte sie beschlagnahmen. In Fort Knox blieben sie die nächsten 30 Jahre.

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