A pair of F-22 Raptors in flight from Tydall Air Force Base in Florida, taking part in a training exercise. The F-22 is the US Air Force's most advanced jet fighter in the early 21st Century. (U.S. Air Force photo/Senior Master Sgt. Thomas Meneguin). --- Image by © US Air Force - digital version c/Science Faction/CorbisA pair of F-22 Raptors in flight from Tydall Air Force Base in Florida, taking part in a training exercise. The F-22 is the US Air Force's most advanced jet fighter in the early 21st Century. (U.S. Air Force photo/Senior Master Sgt. Thomas Meneguin). --- Image by © US Air Force - digital version c/Science Faction/Corbis

Die USA entsenden F-22-Kampfjets an die iranische Grenze

Die USA entsenden F-22-Kampfjets nach Al-Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten, nur 300 Kilometer vom iranischen Festland entfernt. Teheran reagiert empört. Der beste Kampfjet der Gegenwart ist allerdings nicht unumstritten.

Gegründet wurde die russische Agentur RIA Novosti im Juni 1941. Auf der Grundlage des Beschlusses des Rates der Volkskommissare der UdSSR und des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (Bolschewiki). Ihre Hauptaufgabe bestand darin, Sammelberichte über die Lage an den Fronten, die Arbeit im Hinterland und die Partisanenbewegung für den Rundfunk und die Presse zusammenzustellen. Heute zählt RIA Novosti zu den angesehensten und professionellsten Quellen der operativen Information. Und das nicht nur in Russland.

RIA Novosti zählte auch zu den ersten Agenturen, die am 17. November 2010 über das Verschwinden eines amerikanischen F-22 Raptor Kampfflugzeuges berichtete. Während eines nächtlichen Trainingsfluges über Alaska ist der Kontakt zu dem Hightech-Flieger plötzlich abgebrochen. Im letzten Funkverkehr soll der Pilot den Eindruck gemacht haben, als wäre er betrunken. Vom amerikanischen Luftwaffenstützpunkt Elmendorf in Alaska kamen anfangs nur sehr wenige Informationen:

„Der Kontakt der Luftaufsicht mit dem Flieger ist am Dienstag gegen 19:40 Uhr Ortszeit abgerissen. Wir haben eine groß angelegte Suchaktion mit Hubschraubern und anderen Flugzeugen gestartet. Den vermissten Piloten zu finden, hat jetzt höchste Priorität.“

Wenige Stunden später wurden die ersten Wrackteile gefunden. Der Pilot war tot.  Doch das war nicht der erste Zwischenfall mit einem F-22 Raptor, dem teuersten amerikanischen Kampfjet. Immer wieder klagten F-22 Piloten über Schwindel, Orientierungslosigkeit und Bewusstseinsstörungen. Einer der Piloten konnte die Sendefrequenzen nicht mehr einstellen, ein anderer streifte Baumspitzen beim Landeanflug. Sofort wurde ein Flugverbot über alle F-22 Raptoren verhängt. Das Image des Herstellers Lockheed Martin stand auf dem Spiel.  Bis jetzt war der F-22 Raptor Kampfjet das einzigartige Aushängeschild des Konzerns. Das Pentagon hatte insgesamt 187 Superjets zu einem Stückpreis von 190 Millionen US-Dollar bestellt. Die Serienproduktion begann vor zehn Jahren.

Auch bei den Libyeneinsätzen gegen Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi wurde kein F-22-Kampfjet verwendet. „Untersuchungen haben ergeben, dass einige Piloten Chemikalien und Gifte im Blut haben“, das berichtete die Militärzeitung Air Force Times.  In dieser Zeit wurden kleine technische Veränderungen vorgenommen, etwa zusätzliche Filter eingebaut. Vieles deutete zudem auf Sauerstoffmangel hin. Noch vor dem Absturz in Alaska sollen einige  F-22 Piloten mit medizintechnischer Ausrüstung geflogen sein, die permanent den Sauerstoffgehalt im Blut misst und notfalls Alarm schlägt. Zudem wurden die Piloten geschult, wie das Problem frühzeitig erkannt werden kann, damit sie rechtzeitig und dementsprechend reagieren können.

Trotzdem: Mit dem F-22 Raptor verfügen die USA über das modernste Kampfflugzeug mit Tarnkappeneigenschaften unserer Zeit. Mit einer hochmodernen Avionik und der Fähigkeit, ohne Nachbrenner zu fliegen (Supercruiser). Der Superjet hat – wie der Eurofighter – zwei Triebwerke und ist daher besser als solche mit nur einer Düse gegen einen Turbinenausfall geschützt. Als die ersten F-22 Kampfjets auch in Japan und auf Guam stationiert wurden, herrschte gespannte Aufmerksamkeit in Asien, vor allem im Pazifikraum.

Nun ist eine noch unbekannte Anzahl von F-22 Raptoren zum Luftwaffenstützpunkt Al-Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten entsandt worden, 32 Kilometer südlich von Abu Dhabi und nur 300 Kilometer vom iranischen Festland entfernt. Sofort reagiert der iranische Verteidigungsminister General Ahmad Wahidi, der die Stationierung als „schädlich und nutzlos“ bezeichnet. Er richtet sich an alle Nachbarstaaten und erklärt: „Wir sind dagegen und raten unseren Nachbarn, diesen Truppen keine Basis in dieser Region zu geben.“

Natürlich: Auf den ersten Blick könnte man glauben, die Stationierung der amerikanischen F-22 Kampfjets in den Vereinigten Arabischen Emiraten soll primär Israels Pläne, Luftangriffe auf iranische Atomanlagen zu fliegen, unterstützen. Das jüdisch-amerikanische Bündnis würde erneut als Kriegstreiber dastehen. Dieser Eindruck soll und muss auch entstehen. Doch im Hintergrund geht es zudem um die Durchfahrt der Straße von Hormus und um historische Gebietsansprüche: Der Iran und die Vereinigten Arabischen Emirate kämpfen seit Jahrzehnten auf allen Ebenen um die Inseln Abu-Musa und  Tunb.

Die Stationierung amerikanischer F-22 Raptor Kampfjets in den Vereinigten Arabischen Emiraten in unmittelbarer Nähe zur iranischen Grenze ist ein kluger Schachzug der USA, weil er verschiedene außenpolitische Interessen gleichzeitig unterstützt:

* Die Verstärkung der militärischen Präsenz im Persischen Golf

* Die militärische und politische Unterstützung Israels beim Plan Luftangriffe auf iranische Atomanlagen zu fliegen.

* Die Sicherung der Straße von Hormus für die großen Öltanker, falls der Iran eine Blockade tatsächlich umsetzen möchte. Damit werden auch die Interessen der Saudi Arabischen Ölscheichs unterstützt.

* Die militärische Unterstützung der Vereinigten Arabischen Emirate im Streit mit dem Iran um die Inseln Abu-Musa und Tunb.

Wenn wir von den unzähligen und teilweise missglückten Testflügen des amerikanischen F-22 Raptor einmal absehen, bis zum heutigen Tag ist dieser Kampfjet nur ein einziges Mal im Einsatz gewesen. Und zwar im Rahmen einer NORAD-Mission (North American Aerospace Defense Command):

„Am 22. November 2007 sind zwei russische Langstreckenbomber des Typs Tu-95MS ´Bear-H´ in den amerikanischen Luftraum über Alaska eingedrungen. Diese wurden von zwei F-22 Kampfjets des 90th Fighter Squadron abgefangen und bis zum Verlassen des US-amerikanischen Luftraums begleitet.“

So berichtete damals die russische Agentur RIA Novosti.

YouTube Video: F-22 Raptor

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